Abenteuer Tubeless: Panne unterwegs #4

Stellt Euch vor ein streichholzgroßer Holzsplitter steckt in der Lauffläche des Hinterrades. Was nun?

Ich fahre täglich zuerst einen Kilometer durch den Wald. Momentan, nach einem Sturm und den folgenden Waldarbeiten, vielerorts übersäht mit kleinen Ästchen und Holzsplittern. Ich fahre und höre plötzlich ein neues Geräusch: "flupp flupp flupp ..." Irgendwas hängt am Rad.
Und tatsächlich ... im Hinterrad steckt ein Splitter. Etwa halb so dick wie ein Streichholz, aber genauso lang. Dieser schlägt gegen das Schutzblech. Sonst hätte ich ihn gar nicht bemerkt. Luft schien nicht zu entweichen. Mir bleibt keine Wahl, ich ziehe den Splitter raus und jetzt folgt das vertraute "FFFFfffffff ..."-Geräusch entweichender Luft. Bei einem Schlauchreifen hätte ich jetzt ein Problem. Hinterrad ausbauen, Schlauch wechseln, Hinterrad wieder einbauen.
Aber ich fahre tubeless und da läuft das so: Schnell wieder aufsteigen und weiterfahren, damit der Durchstich von der Dichtmilch abgedichtet werden kann. Nur beim Fahren kommt der Defekt immer wieder in Kontakt mit der Dichtmilch. Im Stehen sammelt sich am Boden des Reifens eine Dichtmilchpfütze. Liegt der Defekt an der Oberseite kommt die Dichtmilch nicht hin. Bei diesem Durchstich dauerte es wohl nur eins zwei Umläufe. Der Reifen war praktisch sofort wieder dicht.
Ich hatte erst zwei Tage zuvor Dichtmilch nachgefüllt, daher hatte ich im Wald auf das Nachfüllen von Dichtmilch verzichtet und bin einfach weitergefahren. Die schnellste Panne ever.

Ich liebe tubeless ...