"So ein Helm ist ja selten ..."

Ein Bekannter hat mich auf der Straße erkannt. Nicht am Fatbike ... am Helm. Casco SpeedAiro. Ja, er ist besonders und ich liebe ihn. Das hat Gründe.

Ich fahre einen Casco SpeedAiro mit autochromem Visier (Casco Vautron). Momentan an sieben Tagen die Woche. Das Visier habe ich nachträglich zugekauft für etwa 100 EUR. Damit sitzen etwa 300 EUR auf meinem Kopf.
Der Preis erklärt schonmal, warum der Helm selten ist. Einen guten Helm gibt es auch schon für unter 100 EUR. Der Preis tat weh, aber da ich jeden Tag fahre, relativiert sich der Preis. Für mich. Irgendwie.

Als Brillenträger kommen für mich nur Helme mit Visier in Frage. Davon gibt es nicht allzu viele. Ich habe noch einen von Abus (In-Vizz). Gekauft, um eine Alternative zu probieren. Den Casco trage ich lieber. Warum?

Sie kennen alle diese Schnallenverschlüsse von Helmen? Wie an Rucksäcken, Kinderwagen. Praktisch alle Fahrradhelme haben diese.

  • Der Verschluss von Casco ist anders. CascoLoc. Ist sicher patentiert. Links ein Metallring, rechts ein einfaches Kunststoffhakendings. Einfach einhängen ... Klick und fertig.
    Zum Abziehen einfach mit einer Hand einen kurzen Bändel nach links ziehen. Geöffnet. Einfacher geht's nicht. Clever: Der Verschluss sitzt nicht wie bei all den anderen Helmen mitten unterm Kinn, sondern links am Kiefernwinkel. Bei hohem dicken Kragen gibt es keine Probleme. Allein der Verschluss ist für mich ein Grund für den Helm. YouTube-Video
    Mit den sonst üblichen Schnallendingern gibt es immer eine Fummelei. Dazu das Problem, Haut oder Bart mit einzuklemmen. Deswegen haben viele irgendeinen Stoffschutz zwischen Kinn und Schnalle, der natürlich verrutscht. Noch mehr Fummelei. Ich habe viel mit Vorschulkindern zu tun. Den Helm schließen bei Kindern auch oft die Eltern. Und auch ich musste schon Kindern die Schnalle am Helm lösen, weil sie diese selbst nicht öffnen konnten.
  • Autochromes Visier. Es hat ein paar Jahre gedauert, bis ich das autochrome Visier entdeckt hatte. Es war teuer, 2014 um die 100 EUR. Aber es hat sich gelohnt. Man sieht es praktisch nicht und es gibt nie Probleme mit dem Licht. Bei Nacht ist es völlig klar, bei Sonnenschein so dunkel, dass man nicht die Augen zukneifen muss. Perfekt.
    Da das Visier außen über den Helm geführt wird, ist es recht groß und bedeckt das halbe Gesicht. Super bei Regen und bei Kälte im Winter. Beim Abus In-Vizz verschwindet das Visier innen im Helm. Daher ist das Visier kleiner als beim Casco und endet kurz unter den Augen, ähnlich einer Brille. Schlechterer Windschutz, bei mir tränen dann doch die Augen. Das sollte eigentlich das Visier verhindern. Apropos Brille. Beim Abus ist es der Brille auch sehr nah, zu nah. Beim Herabziehen des Visiers berühren sich beide immer. Fummelei #2. Nichtbrillenträger werden da aber natürlich keine Probleme haben. Das Visier beim Abus In-Vizz ist nicht autochrom, sondern gelblich. Also ist es immer irgendwie verkehrt.
    Beim Hochschieben hakelt das Abus-Visier oft. Keine Probleme beim Casco, wenn man das Hochziehen mit einer Hand erstmal gelernt hat.

 Also ist für mich der Casco der einfachst zu bedienende Helm bei jedem Wetter und zu jeder Tages- und Nachtzeit.