Faltrad: Mittler zwischen den Welten

Aus dem klapprigen Klapprad meiner Kindertage ist ein vielseitiges Faltrad geworden. Es liegt ständig in meinem Auto, eine interessante Kombi ...

Seit zwei Jahren habe ich ein Tern-Faltrad, Link D8. Bisher bin ich darauf in zwei Jahren noch keine 40km gefahren. Deswegen war es mir bisher noch keine Erwähnung wert. Zu Unrecht. 
Warum kauft man sich ein Faltrad? Ganz einfach. Um es zusammengefaltet ins Auto zu packen, um bei Bedarf losradeln zu können. Es geht um die letzte Meile.
Mit den Parkplätzen wird es innerstädtisch immer schlimmer. Entweder muss man lange suchen, oder es bleibt nur das Parkhaus und man muss nicht nur zahlen, sondern auch laufen.
Vor wenigen Wochen musste ich mal zum Unterricht mit dem Auto. Seit Jahren fahre ich dort mit dem Rad hin. Ich fand keinen Parkplatz. NIcht an den üblichen drei, vier Stellen. Zehn Minuten lang. Ich habe dann einen halben Kilometer entfernt geparkt und kam dadurch einige Minuten zu spät. Das hat mir gezeigt, dass der Verkehr in den letzten Jahren zugenommen hat. 
Das Faltrad löst das Problem. Ich parke an Stellen, wo ich immer einen Parkplatz bekomme ohne zu zahlen und radel die letzte Meile. Moderne Falträder sind in wenigen Sekunden fahrbereit.
Nimmt den Stress aus dem Innenstadtbesuch.

Wie fährt sich das Faltrad?
Besser als gedacht. Mein Link D8 hat acht Gänge. Diese erlauben eine Maximalgeschwindigkeit um die 30kmh. Die "Big Apple" 20-Zoll-Ballonreifen sind mit 3-4 bar befüllt erstaunlich bequem.
Das Rad wiegt um die zehn Kilo, ist daher auch an Steigungen flott unterwegs.
Inzwischen nutze ich das Rad auch gerne für kleine Einkäufe. Der knappe Kilometer zum Laden hat eine ständige leichte, aber lästige Steigung. Da machen sich 10 statt 15 kg Rad angenehm bemerkbar.
Da das Rad meist im Auto liegt, spare ich mir zudem das Schleppen in die Wohnung.

Meine Psyche hat sich aber noch nicht an das Rad gewöhnt. Wegen der 20 Zoll Reifen ist das Rad sehr kurz, es hört quasi direkt hinter dem Lenker auf (... da, wo beim Fatbike noch viel Reifen kommt). Die Lenksäule ist zudem etwas nach vorne gekippt. Ich habe Sorge, bei einer Bremsung vorne über zu kippen. Wahrschenilich völlig unnötig. Da es kein Oberrohr gibt, sind sowohl Sitzstange alsauch Lenkstange extrem lang. Das Rad wirkt instabil, obwohl es das wohl gar nicht ist.

Fazit
Wenn man es mal ausprobiert hat, sieht man sofort die Vorteile. Wahrscheinlich kann man sich gut dran gewöhnen, aber dazu nutze ich das Rad zu selten.
Die Kombination mit dem Auto macht es sehr interessant.